Ankommen?!

Unser Praktikant Jakob Lange hat seine ersten Eindrücke aus vier Wochen in unserer Gemeinde für sich festgehalten, die wir hier veröffentlichen:

Jetzt bin ich schon fast fünf Wochen in Witten und muss sagen: Ich bin schon ziemlich gut angekommen. Dazu fühle ich mich unglaublich wohl in meinem schönen und beschaulichen Appartement, das viele helfende Hände für mich hergerichtet haben. Ich lerne Bommern immer besser kennen und lerne die verschiedensten Wege zum Spazierengehen kennen. Ich finde mich in meinem neuen Tages- und Wochenrhythmus zurecht, der doch deutlich anders ist als ich es die letzten Jahre in meinem Studium erlebt habe. Außerdem habe ich einen Einblick in viele Arbeitsbereiche und Veranstaltungen bekommen.

Aber ich komme auch in der Gemeinde an und fühle mich hier bereits fast wie zuhause. Und das liegt vor allem an den vielen netten Menschen, die ich schon kennengelernt habe. Ich wurde offenherzig empfangen und zum Essen eingeladen. Ich habe schon viele Geschichten des Lebens mit allen Höhen und Tiefen erzählt bekommen und selber erzählt, wie es dazu gekommen ist, dass ich Pastor werden möchte und wie mein Weg dahin bis jetzt ausgesehen hat.

Ein Mal durfte ich auch schon bei euch Predigen. Das war mir (trotz einiger Aufregung) eine große Freude und ich danke euch dafür, dass ihr mir zugehört habt. Im Anschluss an den Gottesdienst und in der folgenden Woche habe ich sehr gutes Feedback bekommen, von dem ich vieles für meinen Lernweg mitnehmen kann. Und ich habe viel Ermutigung von euch bekommen, weiterzumachen und mich weiterhin zu entwickeln. Das war für mich noch einmal eine Bestätigung dafür, dass hier ein Ort ist, an dem ich mich ausprobieren darf. Hier ist Raum für mich zu lernen und auch Fehler zu machen. Vielen Dank!

Und schon in diesem ersten Monat möchte ich euch von zweien meiner Highlights der Zeit bis jetzt berichten. Ich war bereits in einigen Schulgottesdiensten am Mittwochmorgen und mich hat zutiefst berührt, wie gespannt die vielen Kinder auf die biblischen Geschichten sind und wie aufmerksam sie nicht nur zuhören, sondern sich die Dinge merken und in ihr kindliches Denken mit einflechten. Ein zweites Highlight war für mich der LUV-Workshop, der vor einer Woche zu Ende gegangen ist. Ich selbst konnte Gott noch einmal auf eine neue Art und Weise erleben und merken, wie Gott in meinem Leben bereits gewirkt hat. Und diese Erkenntnisse in einer Gruppe mit ganz unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen zu teilen und von diesen zu hören, wo sie Dinge erlebt haben, die vielleicht etwas mit Gott zu tun haben, war mir eine große Freude und eine gute Stärkung meines Glaubens.

Ja, ich fühle mich, als wäre ich schon wirklich in Witten angekommen, und gleichzeitig bin ich immer noch am Kennenlernen, denn ich habe längst noch nicht alles gesehen und schon gar nicht alle Namen gelernt. Und in diesem weiteren Kennenlernen arbeite ich immer mehr selbstständig und kann an verschiedenen Stellen schon richtig anpacken. Bitte betet für mich für Kraft, frische Ideen, weiterhin Freude und Neugierde, Witten weiterhin zu erkunden!