Schmeckt. Und seht.

Wir leben in einer Zeit, wo körperliche Begegnungen und Erfahrungen mit allen Sinnen wenig geworden sind – auch im Glauben. Mir macht das zu schaffen. Gelebte Gastfreundschaft, der tröstende Arm einer Glaubensschwester, das Abendmahl, sind Erfahrungen, die mir sehr fehlen in meinem Glauben.

Und dann lese ich diese Worte vom Psalmbeter David: „Schmeckt und seht, dass der Herr gut ist. Freuen darf sich, wer auf ihn vertraut!“ (Psalm 34,9)
Die Worte sprechen mich an, wecken eine aktuelle Sehnsucht in mir und ich frage mich: Kann es sein, dass auch meine Seele Geschmacksnerven hat, mit denen ich geistliche Dinge schmecken und sehen kann? Gott will nicht nur meinen Kopf erreichen, sondern er will sich erfahrbar machen für meine Seele.
Diese Woche hatte ich so eine Erfahrung, als eine Familie aus unserer Gemeinde mir ein frisch gebackenes Brot vorbeigebracht hat. Beim Essen dieses wunderbar leckeren Brotes ging mir tatsächlich durch den Kopf, wie freundlich unser Herr doch ist, dass er sich auch in diesen Zeiten schmackhaft für mich macht 😊
Für mich steht fest: Ich will Gott vertrauen und mich jeden Tag neu von ihm überraschen lassen!

Diese Worte von David sind auch eine Einladung an dich, dich auszustrecken nach Jesus, um zu schmecken und zu sehen, wie gut Gott zu dir ist.
Und ich lade dich ein, auch mit einem Menschen darüber in deinem Umfeld und gerne auch aus unserer Gemeinde ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu „schmecken und zu sehen“. Du bist nicht allein, auch wenn sich das manchmal vielleicht so anfühlt.

Anja Ströhmann
Pastorin der FeG-Witten

 

(Bildnachweis: iStockPhoto/nerudol)